Verführend und verstörend
So arbeitet Michael Kleeberg, einer der besten Stilisten der deutschen Literatur. Wer frühere Bücher von ihm kennt, etwa den üppig fantasierenden «Garten im Norden» oder den opulenten Historienroman «Der König von Korsika», wundert sich über den schmalen Umfang des novellenartigen neuen Romans, über die Disziplin in Syntax und Metaphorik, den gleichsam heruntergedimmten Ton. Auch in dieser Form, in diesem Register leistet Kleeberg Meisterliches. Hier muss die Sprache nicht auftrumpfen, um zu beeindrucken, zu verführen, zu verstören. Es gibt dezentere Mittel, und die passen genau.
Wenn im Zusammenhang mit Hélènes Misserfolgen immer wieder das Kriegsvokabular auftritt; wenn Cote andererseits in den südirakischen Marschen ein regelrechtes Paradies antrifft, – lag dort nicht auch der alttestamentarische Garten Eden? –, dann findet die thematische Konstellation Leben schenken/Leben vernichten ihre Entsprechung auf der sprachlichen und bildlichen Ebene.
Und Bilder hat dieses Buch! Bilder, die man nicht vergessen kann. Infernalische und himmlische Szenen. Und auch sie sind genau aufeinander bezogen, subtil komponiert.

„Ein ergreifender, fesselnder und gleichzeitig tief verstörender Roman über Krisen, Kommunikation und Verbundenheit.“

„Wer beim Lesen nicht einmal mit Tränen kämpft, ist im Herz vermutlich tot.“

„Das Amerikanische Hospital“ ist ein psychologisches Meisterwerk.

hier der Link: www.podcast.de/…/WDR_3_Buchrezension_-_Passagen%3A_…

„Michael Kleebergs Buch weicht keinem der schroffen und verletzenden Stolpersteine aus, die auf unserem Lebensweg liegen, auch und gerade nicht dem letzten, dem tödlichen. Doch die Kraft der Gemeinsamkeit, eines Zusammenseins, das stärker ist als es jede körperliche Liebe sein könnte, die Kraft des Verstehens und des Mit-Leidens, ist die Spur des Göttlichen im erstickenden Sumpf des Daseins.“
Der gesamte Essay in der Rubrik „Fremde Federn“


„Dieser Roman ist so voll von Zartheit und Gefühl, dass es sich nicht in Worte fassen lässt. Der Autor greift mit der künstlichen Befruchtung und dem Kriegstrauma zwei nicht einfache Themen auf und schafft es dennoch diese so geschickt in ein Buch zu packen, dass man als Leser nur noch seufzen kann.“

„Michael Kleeberg gehört zweifelsfrei zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart – und der neue Roman «Das amerikanische Hospital» zu den wichtigsten und schönsten Neuerscheinungen.“
Link: http://glareanverlag.wordpress.com/2010/09/17/kleeberg_das-amerikanische-hospital_rezension_glarean-magazin/

„Es ist der Kontrast zwischen der Schönheit der Landschaft und der Grausamkeit des Krieges, der diesen Szenen ihre stille Wucht verleiht. Was es heißt, als Soldat im Krieg zu sein, zeigt „Das amerikanische Hospital“ ebenso eindrucksvoll wie den Krieg gegen den eigenen Körper, zu dem sich die künstliche Befruchtung auswachsen kann.“
